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Neuerscheinung der Fortsetzung der „Geschichte Jakobus‘ des Jüngeren“: „Wen Jesus berührt … – Aus dem Leben der ersten Christen“

Liebe Leserin, lieber Leser von Yaspers Büchern,

ich freue mich sehr, dir ein neues Werk vorzustellen: „Wen Jesus berührt …– Aus dem Leben der ersten Christen“. Es ist auf inneren Auftrag hin und mit Hilfe Yaspers entstanden.

Gerne hätte ich die Neuerscheinung, wie fast alle bisherigen Werke, mit einem großen Fest gefeiert, zu dem ich auch dich eingeladen hätte. Die Corona-Pandemie lässt voraussichtlich ein unbeschwertes Zusammensein mit vielen Gleichgesinnten im Herbst dieses Jahres nicht zu. So bin ich im Herzen mit jedem Einzelnen verbunden, der sich mit dem neuen Werk auf eine berührende Geschichte einlässt.

Worum geht es darin? Vielleicht hast du dich nach dem Lesen der Trilogie „Die Geschichte Jakobus‘ des Jüngeren“ gefragt, wie es nach seiner Verurteilung mit den dir so vertraut gewordenen und lieb gewonnenen Weggefährten des Schustergesellen – und den Christen der kleinen Glaubensgemeinschaft in Jerusalem – weiterging. Genau dies schildert die Fortsetzung und nimmt dabei Bezug auf den Satz: „Keiner, den Jesus je berührt, wird danach noch derselbe sein.“

Die Geschichte beginnt da, wo das dritte Jakobus-Buch endet: Unmittelbar nach Jakobus‘ Verurteilung und Clarius‘ Verhaftung fliehen die Mitglieder der ‚Spirale der Liebe‘ aus Jerusalem. Erzählt wird die gefahrvolle Flucht aus der Sicht der jugendlichen, römischen Christin Saskia, die sich mit ihrem Vater Marcus auf den Weg nach Rom begibt. Auf ihrer fast fünfmonatigen Reise per Kutsche und Schiff geraten sie in bedrohliche Situationen, erfahren aber ebenso durch mutige und aufrechte Menschen Hilfe – manchmal von völlig unerwarteter Seite. Angekommen in Rom, im nahen Umfeld des Kaisers und Christenhassers Nero, erhält der Satz, den Jesus seinen Anhängern hinterlassen hat, tiefste Bestätigung: „Du bist zur rechten Zeit am rechten Ort, um dort das Rechte zu tun.“

Jeder Lesende, der die beiden römischen Christen ein Stück ihres Lebensweges begleitet, wird Zeuge, wie sich dank Jesu Lehre tiefste Verzweiflung in Vertrauen – und Angst und Hass in Mitgefühl und Liebe umwandeln können. Dies führt zur Gewissheit: „Alles, was geschieht, hat einen Sinn und dient dem Wachstum aller daran beteiligten Seelen.“

Obwohl die Geschichte immer wieder Bezug auf die Erlebnisse des Jakobus nimmt, ist sie in sich abgeschlossen und auch für Menschen, die die Jakobus-Bücher nicht gelesen haben, eine große Bereicherung. Die vielen Erkenntnisse, die darin angeboten werden, haben die Kraft, auch uns durch die anspruchsvollen Umstände unserer Zeit zu führen. Die Nachfolge Jesu ist nicht nur damals und nur einigen wenigen Menschen gelungen. Ein Leben im Vertrauen auf die Vorsehung und bedingungslose Liebe Gottes ist auch in unserer Zeit, HIER und JETZT, möglich.

Das Buch kann über „Produkte/Bücher“ bestellt werden. Es hat 680 Seiten, hochwertige Ausstattung mit Hardcover und Fadenbindung, und kostet € 28,80 zzgl. Versandkosten für Päckchen bzw. Paket (innerhalb Deutschlands bei einem Buch € 3,50, bei mehreren Büchern je nach Gewicht ab € 6,50; bei Versand ins Ausland die entstehenden Portokosten).

Ich freue mich, dir die Geschichte ans Herz legen zu können. In dein Herz kannst nur du selbst sie legen …

In geschwisterlicher Liebe

Ingrid

Sommersonnwende 2021 – Yaspers Vertrauensbotschaft

Sommersonnwende 2021

Inneres Wort durch Ingrid, übermittelt von Yasper an jede und jeden, der es liest

In diesen Tagen der Fülle, der Hoch-Zeit des Jahres, spricht das Leben/die Liebe/Gott dich – ja, genau DICH, an, um dir einen ganz besonderen Auftrag zu erteilen: „Sei MEINE Schale“.

Stellst du dir gerade vor, was damit gemeint sein könnte? Wie diese Schale beschaffen sein sollte – und welchem Zweck sie dienen könnte? Denn es gibt ja viele Arten von Schalen, die aus verschiedenen Materialien bestehen, unterschiedliche Größen und Formen haben und als Behältnis für mancherlei Dinge benutzt werden. Doch Gott braucht mit dir kein Behältnis, das dem Zweck dient, mit etwas Bestimmtem gefüllt zu werden. Im Gegenteil: Die Schale, die du für IHN sein sollst, kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie ganz leer ist! Es handelt sich nämlich um eine Klangschale!

Gott hat dich aus Seiner bedingungslosen Liebe heraus für diesen ganz besonderen Auftrag erschaffen. Du bist das Instrument, das ER jetzt braucht, um einen ganz besonderen Ton in deine Welt und deine Zeit, Hier und Jetzt, zu bringen. Denn nur durch dein Mensch-Sein kann in der Materie eine wahrhaft göttliche Schwingung entstehen: Die Schwingung des bedingungslosen Vertrauens in das Leben, in die Liebe, in Gott.

Doch bist du überhaupt in der Lage, als Klangschale zu dienen? Schau dir zunächst die Entstehung einer weltlichen Klangschale an: Es braucht neben dem geeigneten, reinen Material einen begabten und begeisterten künstlerischen Handwerker, der bereits während der Herstellung den vorgesehenen Ton in sich vernimmt und ihn der Schale einverleibt. Er ist der Erste, der die leere Schale liebevoll in seiner geöffneten Hand hält, den Klöppel in die andere Hand nimmt und mit einem gefühlvoll gesetzten Schlag das Instrument zum Klingen und Schwingen bringt. Es ist für ihn wie die Geburt eines Kindes: Der Ton, der in seinem Innersten seinen Anfang nahm, kommt durch das von ihm Geschaffene in die äußere Welt, wird hörbar für andere – und hat die Kraft, mit seiner Schwingung die Herzen zu berühren.

Wie würde dagegen die Schale klingen, wenn sie nicht leer, sondern von Unwissenden mit Abfall, Lumpen oder Süßigkeiten gefüllt würde? Wenn sie nicht als Klangschale erkannt, sondern als Gebrauchsgegenstand benutzt würde? Dumpf klänge sie, und niemand käme auf den Gedanken, darin ein Instrument des vollkommenen Wohlklangs zu sehen.

Damit du Gott als Klangschale für die Schwingung des Vertrauens dienen kannst, ist deshalb Voraussetzung, dass du dein Mensch-Sein frei hältst von Ängsten, Schuldgedanken, Wünschen und Erwartungen.  Nur so ist es Gott möglich, die Melodie der Liebe und des Vertrauens, die Er bei deiner Erschaffung in dich legte, hörbar zu machen und der Welt zu schenken.

Du hast es nun verstanden: Der Auftrag, die Schwingung des Vertrauens durch dich erklingen zu lassen, setzt voraus, dass du dich ganz leer machst. Das ist, gerade in dieser Zeit, nicht einfach. Denn der Klöppel, den Gott benutzt, um Sein Vertrauen hörbar zu machen, besteht aus den Umständen, die derzeit herrschen. Und – obwohl die liebende Hand Gottes zärtlich ist: Der Schlag, den es braucht, um den Ton zu erzeugen, mag dir hart vorkommen.

Doch sei gewiss: Wenn du ganz frei bist von Angst, Erwartungen, Wünschen und Schuld – und sei es nur für einen Augenblick, kann Gott dich berühren und zum Klingen bringen. Gemeinsam mit Seiner bedingungslosen Liebe, die dann durch dich fließt, entsteht eine Schwingung, die die Kraft hat, das laute und schrille Lärmen der Angst und des Misstrauens mit ihrer Sanftheit zu übertönen. Und je mehr Menschen sich daran beteiligen, umso kraftvoller wird die Botschaft der Liebe und des Vertrauens verkündet werden.

Wenn dich meine Worte berühren, tief im Herzen berühren, dann verinnerliche den nachfolgenden Satz. Er wird dir die Kraft und den Mut schenken, dich immer wieder aufs Neue ganz leer zu machen von dem, was dich daran hindert, ein göttliches Instrument der Liebe zu SEIN:

‚ICH BIN die Klangschale, durch die Gott Sein bedingungsloses Vertrauen in alles von Ihm Erschaffene wahrnehmbar macht, jetzt … und jetzt … und jetzt …‘

In tiefer Liebe

Yasper

Neues entsteht, weltweit im Großen wie im Kleinen

Immer wieder erreichen mich Nachfragen, ob es nicht eine aktuelle Botschaft Yaspers zu der immer noch weltweit anspruchsvollen Zeit gibt. Meine Antwort darauf lautet jedes Mal: „Die bisherigen Erklärungen sind allesamt noch aktuell …“

Trotzdem gibt es Neues, denn wir waren in den zurückliegenden Monaten nicht untätig: Am 25. Dezember 2020 erhielt ich von Yasper den Auftrag, die Fortsetzung der Jakobus-Geschichte zu schreiben. An diesem Tag entstanden das Vorwort und die ersten Kapitel. Auf den Tag genau 4 Monate später, am 25. April 2021, durfte ich nach 660 geschriebenen Buchseiten das Nachwort verfassen.

Worum geht es im neuen Buch, das ich – so Gott will – im Spätherbst dieses Jahres in geöffnete Hände und dazu bereite Herzen legen kann?

Vielleicht hast du dich nach dem Lesen der Trilogie „Die Geschichte Jakobus‘ des Jüngeren“ gefragt, wie es denn mit den – dem Lesenden so vertraut und lieb gewordenen – Christen der kleinen Glaubensgemeinschaft in Jerusalem weiterging? Genau das schildert die Fortsetzung, die aus der Sicht der jugendlichen Christin Saskia erzählt wird. Noch in der Nacht von Jakobus‘ Verhaftung und des Zusammenbruchs des Advocatus Clarius vor dem Procurator flieht sie gemeinsam mit ihrem Vater Marcus aus Jerusalem. Der Lesende ist nicht nur Begleiter auf dem gefahrvollen Fluchtweg, auf dem es ein Wiedersehen mit früheren Weggefährten des Jakobus gibt, sondern auch auf dem weiteren Lebensweg der beiden. Es ist eine zutiefst berührende Geschichte, die schildert, wie sich tiefste Verzweiflung in Vertrauen – und Angst und Hass in Mitgefühl und Liebe umwandeln können. Der Begriff ‚Vorsehung‘ erhält eine so wundersame Bestätigung, dass auch im Lesenden die Gewissheit reift: „Alles, was geschieht, hat einen Sinn, auch wenn unser begrenzter menschlicher Verstand ihn oft nicht erkennen kann.“

Wenn du dich auf die Fortsetzung optimal vorbereiten willst, dann nimm die drei Bücher der Jakobus-Geschichte noch einmal zur Hand und vertiefe dich darin. Du wirst nicht nur erkennen, dass du sie nun – mit zeitlichem Abstand zum letzten Lesen – auf eine viel tiefere Art verstehst, sondern wirst so auch optimal auf die Erkenntnisse vorbereitet, die das neue Buch dir anbietet. Eine davon darf ich bereits hier und jetzt mit dir teilen. Sie wird Saskia und Marcus weitergegeben vom Kapitän eines Schiffes, das sie ihrem Ziel ‚Rom‘ näherbringt:

 „Gott schenkte mir die Möglichkeit zu erkennen, dass die Vorsehung jegliches menschliche Denken übersteigt. Seit dem damals Erlebten fällt es meinem begrenzten Verstand wesentlich schwerer, mir das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit jeglichen Geschehens zu nehmen. Falls ich wegen eines Umstands in Gefahr gerate, meinen inneren Frieden zu verlieren, mache ich mir bewusst: Das, was ich jetzt wahrnehme, ist nur ein Zwischenergebnis. Es entwickelt sich weiter und führt zu dem, was Gott für alle daran Beteiligten vorsieht – Der GOTT, aus Dem alles hervorgeht, in Dem alles ist, und zu Dem alles zurückkehrt.“© Copyright bei Ingrid Lipowsky, entnommen dem Buch ‚Wen Jesus berührt‘.

Diese Erkenntnis darf ich jetzt schon mit dir teilen – als kraftvollen Wegbegleiter durch den göttlichen und gesegneten Augenblick jetzt … und jetzt … und jetzt …

In schwesterlicher Liebe

Ingrid

Yaspers Jahressegen für das Lichtjahr 2021

Nach einem in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen Jahr, das jedem Menschen weltweit einiges abverlangte – und immer noch abverlangt, freue ich mich, diesen ganz besonderen Jahressegen Yaspers für das Lichtjahr 2021 mit dir zu teilen. Einige Aussagen darin werden dir bekannt vorkommen, doch in ihrem Kontext entwickeln sie eine Kraft, die uns bisher nicht zugänglich war:

*****

Gesegnet bist du mit der Erinnerung,

  • dass es nicht die Umstände sind, die darüber entscheiden, ob du auf der Seite der „Angstmenschen“ oder der „Vertrauensleute Gottes“ stehst.
  • dass du im inneren Frieden optimal nur auf die Umstände re-agieren kannst, die dich im Augenblick der Gegenwart direkt und unmittelbar betreffen. Für alles andere, das sich deiner unmittelbaren Einflussnahme entzieht, hat das Leben/die Liebe/Gott die Re-Aktion durch andere vorgesehen.
  • dass Voraussetzung für ein Re-agieren im inneren Frieden die Gewissheit ist, dass alle Umstände der Vorsehung Gottes entspringen und das Geschenk des Erkennens und geistigen Wachstums in sich tragen.
  • dass alle daran beteiligten Seelen damit einverstanden sind.

Gesegnet bist du mit Verständnis

  • dir selbst gegenüber, wenn dein Verstand aus menschlicher Kurzsicht heraus die Vorsehung Gottes und Seine bedingungslose Liebe in Frage stellt und immer wieder versucht, dich durch Bewertungen in Angst, Misstrauen, Selbstmitleid oder Mitleid anderen gegenüber zu ziehen. Der Weg des Vertrauens setzt dein inneres Gleichgewicht voraus, und das geht bei Selbstvorwürfen sehr schnell verloren.
  • anderen gegenüber, die deine Wahrheit, deine Meinung und deinen Weg aus Angst oder Missgunst in Frage stellen.

Gesegnet bist du mit Respekt

  • gegenüber der Wahrheit und der Meinung Andersdenkender, auch wenn du sie nicht verstehen oder nachvollziehen kannst.

Gesegnet bist du mit der Kraft, zu deiner Wahrheit zu stehen

und mit der Klugheit, da zu schweigen, wo jedes Wort sinnlos wäre und nur deine Kraft raubt.

ICH BIN – soweit du es zulässt – an deiner Seite, um dich an die Kraft und den Frieden zu erinnern, die dieser Segen dir anbietet.

Mit dir EINS in der Liebe des EINEN

Yasper

*****

Erfüllt von Dankbarkeit für die fürsorgliche und liebevolle Wegbegleitung freue ich mich auf das, was das Leben in unsere vertrauensvoll geöffneten Händen legt, jetzt … und jetzt … und jetzt …

Ingrid

Der Schöpfer und du, der ‚Mitschöpfer‘ 

Yaspers erklärende Worte zu seiner Botschaft vom 17.11.2020

Ich darf dir, hier und jetzt, die Vorsehung des Lebens/der Liebe/Gottes – und dein Mitwirken daran – in einer Geschichte erklären:

Ein meisterlicher Koch, Schöpfer wunderbarer und nahrhafter Speisen, bereitet eine besonders schmackhafte Suppe zu. Er verwendet dazu nur die besten Zutaten und Gewürze. Dann bittet er Gäste, die sich zum Essen bei ihm angemeldet haben, zu Tisch.

Als er als Gastgeber die köstlich duftende und dampfende Suppe in einer wunderschönen Terrine auf den festlich gedeckten Tisch stellt, ist die Erwartung der Eingeladenen groß. Der Koch erinnert die Sitzenden daran, dass alles, was er anbietet, gesegnet ist, und fügt lächelnd hinzu: „Bedient euch nun selbst. Ich bin zwar der Schöpfer dieser Speise, doch ihr könnt euch jetzt als Mitschöpfer betätigen.“ Dann zieht er sich diskret in den Hintergrund zurück.

Die Gäste blicken auf ihre leeren Teller, den Silberlöffel – und auf die handliche Schöpfkelle, die neben jedem Gedeck liegt. Einer von ihnen kann sich einen humorvollen Kommentar nicht verkneifen: „Mitschöpfer? Der Koch nennt uns wohl so, weil hier Selbstbedienung angesagt ist, und wir die Schöpfkelle benutzen sollen, um damit die Suppe unter uns aufzuteilen.“ Dieser Satz ist das Signal für alle am Tisch, sich zu bedienen.

Der Koch, der von seinem Werk vollkommen überzeugt ist, beobachtet von seinem Standpunkt aus nun die Verhaltensweisen der einzelnen Gäste: Ein sehr hungriger, um nicht zu sagen gieriger Mensch greift als Erster zu, taucht seine Kelle tief in die Terrine und fischt sich gleich die besten Fleischstücke heraus. Ohne die dampfende Konsistenz zu berücksichtigen, nimmt er den ersten Löffel zu sich und verbrennt sich gleich die Zunge. Ärgerlich blickt er sich nach dem Gastgeber um. ‚Welch grobe Fahrlässigkeit, den Gästen eine fast noch kochende Speise vorzusetzen!‘  Ob der aufgebrachte Kostgänger wohl den Rest der Suppe genießen kann?

Ein weiterer Eingeladener schöpft ebenfalls, doch ist er sehr misstrauisch und nimmt sich deshalb zunächst nur wenig. Mit in Falten gezogener Stirn schaut er sich genau die einzelnen Bestandteile an. Dabei hat er viele Fragen im Kopf: Angstfragen! ‚Ob der Koch wohl auch Bio-Gemüse verwendet hat? Wenn nicht, sind bestimmt Pestizide darin, die mich krankmachen können. – Das Fleisch lasse ich lieber ganz weg. Die armen Schlachttiere! Wegen mir sollen sie nicht gelitten haben.‘ Er überlegt … und mutmaßt … und es dauert lange, bis er sich getraut zu probieren. Leider ist mittlerweile die Suppe im Teller kalt geworden. Ob sie ihm wohl schmeckt?

Ein anderer Gast bedient sich ebenfalls, und während er auf das Abkühlen der Suppe wartet, beobachtet er neugierig seine Tischnachbarn. Was er sieht, macht ihn immer ärgerlicher: ‚Haben die denn gar keine Manieren? Da wird geschlürft, unnötig geredet; da werden gierig die besten Fleischstücke herausgefischt! Da kann einem ja der Appetit vergehen!‘ – Und das tut es dann auch …

Ein wenig verwundert betrachtet wird von den Sitzenden ein Teilnehmer, der nicht zur Schöpfkelle greift, sondern enttäuscht erklärt, dass er Suppe überhaupt nicht mag. Er habe sich etwas anderes vorgestellt und dem Koch auch im Vorfeld klar seine Wünsche geäußert. Es sei ihm unverständlich, dass ihm diese primitive Speise angeboten wird. Beleidigt verschränkt er die Arme und kann nicht zugeben, dass er sich selbst mit seiner Verweigerung schadet. Er wird wohl mit knurrendem Magen nach Hause gehen …

Ein sich als Gourmet bezeichnender Gast schöpft dagegen aus dem Vollen. Doch noch bevor er die Suppe kostet, greift er nach den auf dem Tisch bereitstehenden Nachwürz-Fläschchen und Dosen. Er weiß doch schließlich, was zum Verbessern eines solch simplen Gerichtes nötig ist. Großzügig würzt er mit Salz, Pfeffer, Geschmacksverstärker und zuletzt mit reichlich Chili nach. Ob dies wohl den Koch ärgert, der ihn dabei beobachtet? Keineswegs, denn er selbst hat die Würzmöglichkeiten auf den Tisch gestellt. Weshalb? Ist er doch nicht von seiner vollkommenen Kochkunst überzeugt? Doch, in jedem Fall! Aber er schenkt aus Respekt jedem Gast die Möglichkeit, nach eigenem Geschmack die Suppe in dessen eigenem Teller zu verändern – und Erfahrungen damit zu machen. Schließlich wird dadurch die Speise in der Terrine nicht verändert, sondern derjenige darf die Suppe auslöffeln, der sie sich selbst nachgewürzt hat … Mitfühlend sieht er, dass der ‚Gourmet‘ bereits nach dem ersten Löffel mit hochrotem Kopf zu husten beginnt. Um sich vor den anderen nicht zu blamieren, löffelt er dennoch den Teller leer. Der Beobachter ist sich gewiss: Früher oder später wird sich der ‚Mitschöpfer‘ von seinem Hochmut verabschieden und die Vollkommenheit der Speisen des ‚Schöpfers‘ erkennen und so annehmen können, wie sie sind.

Über eine weitere Verhaltensweise eines anderen Gastes berichte ich besonders gerne. Er beteiligt sich nicht an den oberflächlichen Gesprächen der am Tisch Sitzenden. Der einzige Satz, den er ganz zu Beginn spricht, gilt dem Koch, als dieser die Suppe aufträgt. Es sind Worte der Dankbarkeit dafür, eingeladen zu sein und beschenkt zu werden mit einer gewiss unvergleichlich schmackhaften und nahrhaften Speise. Er wartet geduldig ab, bis die Reihe des ‚Mitschöpfens‘ an ihm ist. Die Kelle taucht er tief in die Schüssel, füllt sie aber nur mit der Menge, die ihm angemessen erscheint und nimmt den ersten Löffel mit geschlossenen Augen zu sich. Welch ein Genuss! Welche Vielfalt! Welches Privileg, eingeladen zu sein und an diesem Tisch sitzen zu dürfen!

Was die so unterschiedlichen Gäste wohl an Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen mit nach Hause nehmen? Obwohl sie von derselben Suppe schöpfen, werden ihre Aussagen anderen gegenüber sehr unterschiedlich sein. Nicht wenige werden abschätzig über die Einladung sprechen, die Qualität der Speise, das Angebotene und das Können des Kochs in Frage stellen. Wie gesegnet ist da der Eine, der sich in tiefer Dankbarkeit, gesättigt und reich beschenkt, auf den Heimweg macht.

In welchem der Eingeladenen erkennst du dich? Mitschöpfer bist du in jedem Fall, denn du entscheidest, wie du mit der Vorsehung des Schöpfers, die allen gleichermaßen dargeboten ist, umgehst …

In fürsorglicher Liebe

Yasper

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